Prix Acier | Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier 2011

Das Stahlbau Zentrum Schweiz hat zum vierten Mal den Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier ausgeschrieben. Er wird alle zwei Jahre für herausragende Bauwerke verliehen, bei denen der Baustoff Stahl als architektonisches Ausdrucksmittel eingesetzt wurde. Ziel ist die Förderung der Schweizer Stahlbaukompetenz und die Sensibilisierung für das technische Potenzial und die architektonische Ausdrucksstärke des Stahlbaus.

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Fachjury

Für die Jurierung 2011 wurden rund 30 Projekte eingereicht. Unter Beurteilung der ausgewiesenen Fachjury wurden insgesamt drei Projekte mit dem Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier 2011 ausgezeichnet. Zudem vergab die Jury acht Anerkennungen. Die Reihenfolge der Projekte stellt keine Bewertung dar.

Peter Berger

Dipl. Arch. ETH, Theo Hotz AG, Zürich; Prof. an der BFH

Stefan Camenzind

Dipl. Arch. HTL SIA, Camenzind Evolution

 

Mario Fontana

Prof. Dr. dipl. Ing. ETH, IBK ETH Zürich

Beat Jordi

Dipl. Arch. ETH BSA SIA, ADP Architekten, Zürich

 

 

Inès Lamunière

Dipl. Arch. ETH SIA, Professorin und Direktorin ENAC, Lausanne

Evelyn C. Frisch

Dipl. Arch. ETH, ehm. Direktorin Stahlbau Zentrum Schweiz

Daniel Meyer

Dipl. Ing. ETH SIA SWB, Dr. Lüchinger + Meyer AG Zürich, Prof. an der ZHAW

Christoph Gemperle

Dipl. Ing. ETH, Huber + Gemperle, Wil; Prof. an der  ZHAW, Winterthur

Gewinner

Langensandbrücke, Luzern

Projektpartner

Bauherrschaft:       Stadt Luzern/Tiefbauamt und SBB AG
Architekten:       Brauen & Wälchli Sàrl, Lausanne
Ingenieure:       INGENI SA (ehem. Guscetti & Tournier SA), Carouge
Bauleitung:       PMP Plüss & Meyer Partner, Luzern
Stahlbau:       Zwahlen & Mayr SA, Aigle
Totalunternehmer:       Brun AG, Emmenbrücke
Fertigstellung:       2010
Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Fotos: Yves André) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Die Langensandbrücke in Luzern überquert die Gleise des Hauptbahnhofes und verbindet das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Tribschen in einem dichten Verkehrsknotenpunkt. Sie ersetzt eine in die Jahre gekommene Betonbrücke von 1938, welche den wachsenden Anforderungen des Strassen- und Schienenverkehrs nicht mehr gerecht wurde.

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Täglich verkehren auf der Brücke über 20‘000 Autos und 1‘150 Busse, zudem fahren täglich 1‘200 Züge unter der Brück durch, weshalb auch die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit eine technische Herausforderung darstellte.

Die neue Brücke überspannt das 80 Meter breite Gleisfeld stützenlos mit einem eleganten, leicht gebogenen Balken. Das Tragwerk besteht aus zwei Stahlhohlkästen mit in Verbund wirkender Betonfahrbahnplatte. Seitlich an die Kastenträger angeschweisst, in der Höhe deutlich von der Fahrbahn abgesetzt, verlaufen die Rad-Gehwege wie schützende Flügel in einem flachen Bogen mit den Hauptträgern über die Gleise.

Die Verbundbrücke mit einer beeindruckenden Schlankheit von 1:35, die Fundation mit schwimmend gelagerten Bohrpfählen in setzungsempfindlichen Baugrund, der Längseinschub der Brücke über dauernd in Betrieb bleibenden Gleisen, sowie die kurze Bauzeit unter Aufrechterhaltung des Verkehrs stellten an gesamte Projektteam hohe Anforderungen. Der Bau der Brücke erfolgt in zwei Etappen, wobei jeweils eine Brückenhälfte erstellt und im Taktschiebeverfahren an ihren Bestimmungsort geführt wurde.

Das Projekt überzeugt durch ein klares und komplex durchdachtes Tragwerkskonzept, eine schlichte und dennoch elegante gestalterische Durchbildung und durch die angemessen prägnante städtebauliche Integration. Es steht exemplarisch für das bisher wenig genutzte Potenzial von Stahlbalkenbrücken, die mit Leichtigkeit die hochkomplexen Anforderungen der heutigen Mobilität erfüllen.

Schutzdach Abbaye de Saint-Maurice

Projektpartner

Bauherrschaft:       Abbaye de St-Maurice, St-Maurice
Architekten:       savioz fabrizzi architectes, Sion
Ingenieure:       Alpatec SA, Martigny
Stahlbau:       Zwahlen & Mayr SA, Aigle
Fertigstellung:       2010
Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Fotos: Thomas Jantscher) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Die Abtei von Saint-Maurice entstand vermutlich bereits im 4. Jahrhundert am Fusse eines steilen Felshanges, der dem Bauwerk ursprünglich hätte Schutz bieten sollen. Ein Schutz, der sich später als Gefahr herausstellen sollte – denn herunterfallende Steine und Wasser haben immer wieder Schäden verursacht:

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1611 hat ein Steinschlag beispielsweise zum Entscheid geführt, die Abtei zu verschieben, und 1942 hat ein Felssturz den Kirchturm sowie einen Teil des Schiffs zerstört. Erst kürzlich haben Ausgrabungen am Fuss des Felsens wichtige Zeitzeugen zu Tage gebracht. Die Grundmauern der Kirchen aus dem 4. und 11. sind perfekt erkennbar, sodass man sich entschied, diese Funde der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und den Ort mit einem Schutzdach zu versehen.

Ein leichtes, halbtransparentes Dach macht auf subtile Weise den Genius loci und die Geschichte des Ortes sichtbar: 170 Tonnen Steine scheinen wie ein Himmelszelt über dem bisher gefährdeten Zwischenraum zu schweben und illustrieren die permanente Gefahr, welcher der Ort ausgesetzt ist. Dem geschützten Raum verleiht die Überdachung eine ruhige, fast besinnliche Stimmung. Die halbtransparente Eindeckung filtert das Licht und erzeugt eine diffuse, gleichmässige Beleuchtung. Gleichzeitig schafft es den Dialog zwischen der schroffen Felswand und der historischen Steinfassade der Abtei.

Mit raffiniert einfachen und klaren Mitteln wurde hier ein Schutztragwerk gegen Steinschlag entwickelt, das den Ort in seiner sinnlichen Wahrnehmung und historischen Bedeutung aufwertet. Die Überdachung ist der anspruchsvollen Aufgaben sowohl technisch-konstruktiv wie in seiner architektonischen Ausformulierung in höchstem Masse gerecht geworden. Es zeugt von einem materialbewussten und schöpferischen Umgang mit dem Baustoff und von der Freude, mit einem kleinen Eingriff eine ergreifend angemessene und damit grossartige Wirkung zu erzielen.

Actelion Business Center, Allschwil

Projektpartner

Bauherrschaft:       Actelion Pharmaceuticals Ltd., Allschwil
Architekten:       ARGE Herzog & de Meuron AG / Proplaning AG, Basel
Ingenieure:       WGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Stahlbau:       Winterhalter Stahlbau GmbH, Freiburg im Breisgau (D)
Fertigstellung:       2010
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Das neue Dienstleistungsgebäude des Pharmaunternehmens Actelion verkörpert mit seinem spektakulären architektonischen Ansatz das Bedürfnis nach Selbstdarstellung eines internationalen Konzerns, setzt sich aber auch mit der Frage auseinander, wie ein offenes Baugrundstück in einer periferen, grün-urbanen Umgebung räumlich markant besetzt werden kann.

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Das Gebäude besteht aus gestapelten, vom Konstruktionsprinzip her unabhängigen Körpern, die dem Arealgeviert präzise und gleichzeitig zwanglos eingeschrieben sind. Durch die Überlagerung der geschossweise unterschiedlich disponierten Raumkörper ergibt sich im Innern und an seiner Peripherie ein grosse Vielfalt gestalteter Negativräume, wobei sich das Gesamtvolumen zur Strasse hin zu einer urbanen Blockform verdichtet. Die im Grundsatz einfache Tragstruktur aus Fachwerk- und Vierendeelträgern wird zu einem im Detail komplexen aber insgesamt robusten statischen Prinzip. Durch die verschobene Stapelung werden Auflagerbereiche durch die Fachwerkwirkung an anderen Orten abgefangen. Durch die Diagonalstellung der Fachwerkstäbe werden auch horizontale Lasten ohne die Einführung aussteifender Kerne abgetragen. Das äusserst strapazierte Verhältnis von Nutzfläche zu Gebäudehülle lässt zwar vermuten, dass die Energieeffizienz des Gebäudes wohl kaum einen exemplarischen Standard erreichen wird, doch spricht für die Nachhaltigkeit des Gebäudes auch die Vielfalt und Flexibilität des Raumangebotes.

Das elementare, im Grunde einfache Prinzip der Stapelung von Raumkörpern wird zu einer vielfältigen, vielschichtigen und funktional differenzierten Raumstruktur. Die teilweise gewagten Auskragungen und Spannweiten werden durch die Wahl von Stahl als Konstruktionsmaterial nicht nur technisch, sondern auch architektonisch souverän bewältigt. So spektakulär das Gebäude auf fotografischen Darstellungen aussehen mag, so atemberaubend der strukturelle Ansatz auf den ersten Blick wirken mag, so ausgewogen und ruhig, beinahe bescheiden wirkt das Gebäude in der realen Wahrnehmung vor Ort. Es steht als eine weitere Ikone des Stahlbaus für die Faszination eines Realität gewordenen Entwurfsgedankens und für die Kühnheit, die man sich im Stahlbau erlauben darf.

Anerkennungen

Sporthalle Esplanade, Biel

Projektpartner

Bauherrschaft:       Stadt Biel, Hochbauamt
Architekten:       GXM Architekten, Zürich
Ingenieure:       Dr. Deuring + Oeninger AG, Winterthur
Stahlbau:       Jakem AG, Münchwilen
Fertigstellung:       2009
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Auf einem denkmalgeschützten Areal mit Werkhofcharakter steht als städtebaulicher Schwerpunkt die Sporthalle „Esplanade“. Eine weitgespannte Stahlkonstruktion überdacht den Hallenraum und bringt viel Licht und Leichtigkeit ins Innere. Das Grossvolumen mit einer Dreifachturnhalle übernimmt in seiner Formen- und Detailsprache Themen der industriell geprägten Umgebung auf und entwickelt diese weiter zu einem eigenständigen Gebäude mit starker Signalwirkung.

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Ein einprägsames Dachvolumen aus einer mit Aluminiumblech eingedeckten Sheddachkonstruktion schiebt sich dabei über einen massiven Sockel, überkragt diesen auf der Eingansseite und bildet damit einen grosszügigen überdachten Eingangsbereich mit Kaskadentreppe.

Der schwere Unterbau hebt sich durch ein schmales Fensterband optisch von der Dachhülle ab. Auf diesem Betonsockel ruht die markante Stahlkonstruktion welche als Tageslicht spendende Haube die ganze Gebäudetiefe überspannt. Für eine gleichmässige und blendfreie Belichtung der Sporthalle sorgen insgesamt neun Shed-Fenster-Bänder. Das unverkleidete Stahltragwerk des Sheddaches prägt den Innenraum. Fachwerkträger aus Stahl überspannen die Halle in Querrichtung. Die etwa 35 Meter langen Träger lagern auf einer Seite auf den Fassadenstützen und gegenüber auf den Betonscheiben entlang der Tribünenrückwand auf. Lüftungskanäle und Beleuchtungsbänder wurden dabei sorgfältig in das Tragwerk, respektive in die Trapezbleche integriert. Die Sporthalle erfüllt den Mindergie-Standard.

Der Boden des Foyerbereichs im Obergeschoss ist abgehängt und kragt nahezu acht Meter aus. Er besteht aus einer Stahlbetonverbunddecke mit Holoribblech und ermöglicht den stützenfreien Betrieb der darunter liegenden Feuerwehrnutzung.

Das Bauwerk zeichnet sich durch eine klare Formensprache und eine schnörkellose Direktheit im konstruktiven Detail aus. Seine pragmatische städtebauliche Haltung und eine entsprechende formelle Ausprägung werden in Anlehnung an den Industriebau in diesem Kontext verständlich. Das Projekt verdient deshalb eine Anerkennung.

Museum der Kulturen, Basel

Projektpartner

Bauherrschaft:       Stiftung zur Förderung des Museums der Kulturen, Basel
Architekten:       Herzog & de Meuron Architekten, Basel / Proplaning AG, Basel
Ingenieure:       ZPF Ingenieure AG, Basel
Stahlbau:       Preiswerk + Esser AG Basel, Pratteln
Fertigstellung:       2011
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Das Museum der Kulturen in Basel ist das älteste völkerkundliche Museum Europas und das grösste der Schweiz. Bereits 1849 zeigte es die Altamerika-Bestände des Basler Geschäftsmannes Lukas Vischer und wurde seither durch Schenkungen zu einer der bedeutendsten völkerkundlichen Sammlungen Europas.

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Bereits 1917 erbauten die Architekten Vischer & Söhne eine hofseitige Erweiterung, darauf folgten mehrere bauliche Ergänzungen. Mit dem umfassenden Umbau durch die Architekten Herzog & de Meuron wurde das Museum nun grundlegend erneuert und räumlich neu ausgerichtet. Auffälligstes Element ist dabei eine Erweiterung des Daches mit einem grosszügigen, räumlich komplexen Ausstellungsraum – ein gefalteter Aufbau, der sich prägnant in die Landschaft der Basler Altstadtdächer einfügt.

Der Dachkörper kragt über dem Eingangsbereich in den Hof hinaus. Vom Dachhimmel her wächst ein mehrschichtiger, blühender Pflanzenvorhang, der die ganze Fassade umhüllt. Das neue Dach ist unregelmässig gefaltet und mit grünen sechseckigen Ziegeln eingedeckt. Die leichte Konstruktion besteht aus einer gefalteten Fachwerkstruktur, die keinerlei Stützen braucht. Die räumlichen Fachwerke funktionieren mit einer neuen, doppelschichtigen Verbunddecke als statische Einheit. Es wurde sozusagen ein neues Dachgeschoss auf die bestehenden Wände gesetzt.

Sichtbar ist dies für die Besucher nicht – das komplexe räumliche Faltwerk leistet seinen Beitrag diskret unter der Verkleidung. Gerade dadurch zeigt das Projekt aber die Stärke des Stahlbaus für die Verwirklichung komplexer, leichter Geometrien auf, insbesondere auch in einem urbanen Umfeld wo die Leichtigkeit der Struktur und eine emissionsarme Bauweise sinnvolle Vorteile bieten.

Showroom Mercedes-Benz Kestenholz, Basel

Projektpartner

Bauherrschaft:       Kestenholz Basel AG / Balintra AG / Genossenschaft St. Jakob-Park, Basel
Architekten:       Herzog & de Meuron Architekten AG, Basel
Ingenieure:       WGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
Stahlbau:       H. Wetter AG, Stetten
Fertigstellung:       2008
Durch Anklicken kann das Bild honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Duccio Malagamba) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Der St. Jakob-Park ist ein durch die Planung der Architekten Herzog & de Meuron neu gestaltetes Stadtgebiet im Süden von Basel. Nebst dem bekannten Stadion, prägt der markante St. Jakob-Turm das Bild. Terrassen, schiefe Ebenen und Treppenlandschaften verbinden Innen und Aussen zu einem zusammenhängenden, bewegten Raum, der im Hochhaus gipfelt.

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Der Showroom Mercedes Benz wird als ein urbanes Geländestück gelesen, das sich für eine transparente Nutzung zur Strasse hin öffnet. Decken und Wände wurden aus der Topographie der Plattform heraus entwickelt, so dass sie ein räumliches Faltwerk bilden. Der eigentliche Showroom präsentiert sich dadurch auf einer mehrfach geknickten Rampe, die sich durch den Raum bewegt.

Das Tragwerk folgt der architektonischen Intention. Die gefalteten Decken werden aus Dreiecken und Rhomben gebildet, die an ihren Kanten schiefwinklig aneinandergefügt sind. Zusammen mit einer Verbunddecke entsteht ein stabiles Faltwerk, welches nur an wenigen Punkten gestützt wird. Die Stabilisierung der Dachebene aus insgesamt 10 Dreiecken wird durch die Scheibenwirkung der Bleche und die schubsteife Verbindung der Randträger gewährleistet.

Das Projekt ist für eine gewerbliche Nutzung von aussergewöhnlicher architektonischer Qualität, die sicher im Zusammenhang mit seiner raumbildenden Bedeutung im Gesamtprojekt des St. Jakob-Areals gewertet werden kann. Interessant ist die Anwendung eines Stahltragwerks für eine Formgebung, die in ihrer räumlichen Prägnanz und Gesamtform eher an Beton denken lässt. Die Offenheit der Räume und die grossen Spannweiten zeigen jedoch klar, dass hier nur Stahl tragen kann.

Rolex Learning Center, ETH Lausanne

Projektpartner

Bauherrschaft:       EPFL VPPL, Lausanne
Architekten:       Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / SANAA, Tokyo; Architram, Renens
Ingenieure:       Groupement B+G Ingenieure Bollinger & Grohmann, Frankfurt a. M.; Walther Mory Maier Bauingenieure AG, Münchenstein
Stahlbau:       Sottas SA, Bulle
Holzbau:       Ducret-Orges SA, Orges
Generalunternehmung:       Losinger Constructions SA, Lausanne
Fertigstellung:       2010
Durch Anklicken kann das Bild honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Fotos: Christian Richters) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Wie ein fliegender Teppich legt sich das Rolex Learning Center der ETH Lausanne ins Campusgelände am Ufer des Lac Léman. Es ist eine gebaute Landschaft, die auf 20‘000 Quadratmetern einen weitläufigen Raum für den Austausch der Wissenschaften und für inspirierende Lernatmosphäre bietet.Die sanft modulierte, hügelige Fläche besteht aus zwei Schalen, zwischen denen sich der Raum frei ergiesst.

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Die untere Schale ist eine Stahlbetonkonstruktion, darüber erhebt sich die luftig leichte, auf schlanken Stützen schwebende Stahlkonstruktion. Insgesamt vierzehn Lichthöfe sind in organischer Form in die Schalen geschnitten, so dass für den Innen- und Aussenraum eine vielfältige Szenerie entsteht.

Für die Umsetzung der von japanischen Architekten entworfenen Grossform gab es keine Referenz. Das Tragsystem wurde durch ein interdisziplinäres Team von Ingenieuren und Praktikern neu entwickelt, wobei sowohl bei der Betonschale wie auch bei der leichten Welle in Stahl und Holz neue Wege gesucht wurden. Um die Bewegung der Schalen fliessend nachzuformen, wurden die Primärträger in Stahl nicht gebogen, sondern aus segmentierten Profilträgern zusammengesetzt. Die Sekundärstruktur besteht aus Brettschichtträgern, welche die Krümmung perfekt aufnehmen konnten. Die obere Welle ist also eine Hybridkonstruktion, welche sich den Erfordernissen optimal anpasst. Trotz der grossen Fassadenfläche erfüllt das Gebäude die Anforderungen an das nachhaltige Bauen und den Minergiestandard.

Das Projekt verweist auf die Innovationskraft der Verbundbauweise für eine kunstvolle Architektur, deren Aufwand sich ohne prestigeträchtige Ausstrahlung des Bauwerks wohl kaum rechtfertigen liesse. Die Realisierung dieser komplexen Form zeugt von der grossen Kompetenz der beteiligten Planer- und Ausführungsfirmen und von der Experimentierfreude einer technischen Hochschule, die auch im Bereich des Bauens die Grenzen des Möglichen exploriert.

Schulgebäude BASPO, Magglingen

Projektpartner

Bauherrschaft:       Bundesamt für Bauten und Logistik, Bern
Architekten:       spaceshop Architekten, Biel
Ingenieure:       Tschopp Ingenieure, Bern
Fassadenplanung:       Sutter + Weidner, Biel
Stahlbau:       Casaulta & Klos, Bern; Scheidegger Metallbau AG, Kirchberg
Fertigstellung:       2010
Durch Anklicken kann das Bild honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Fotos: spaceshop Architekten (Bild links),Yves André, (Bild rechts) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Das Bundesamt für Sport in Magglingen liegt hoch über dem Bielersee. 1944 gegründet, beherbergt es heute nebst den Verwaltungsräumen auch ein Kurs- und Tageszentrum, vielfältige Sportanlagen, Werkstätten und ein Hotel. Das Hauptgebäude wurde 1970 vom Bieler Architekten Max Schlup erbaut, einer der Protagonisten der Jurasüdfuss Architekten.

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Es galt in dieser Zeit als überzeugendes Beispiel des modernen Stahlbaus und der Solothurner Schule, die mit dem konstruktiven und seriellen Bauen weit über die Schweiz hinaus Bekanntheit erlangte.

Die Sanierung des Gebäudes umfasst die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen, die Revision der Gebäudetechnik, die Anpassung an bauliche Anforderungen und Energie-Effizienz der Gebäudehülle sowie den sorgfältigen Rückbau zur räumlichen Grosszügigkeit der ursprünglichen Raumkonzeption. So wurden möglichst viele originale Bauteile erhalten und in ihrer ursprünglichen Funktion wieder verwendet. Der Stahlbau befand sich in einem ausgezeichneten Zustand und erfüllte praktisch ohne zusätzlichen Aufwand die Anforderungen an Erdbebensicherheit. Notwendige Eingriffe sind mit einer vom ursprünglichen Bauwerk abgeleiteten Systematik und Architektursprache entwickelt worden. Neue Eingriffe, wie ein Lichthof und Trennwände aus Glas, setzen sich durch eine monochrome Behandlung aller Oberflächen und einer filigraneren Detailausbildung subtil vom Bestand ab.

Die Sanierung dieses Stahlbaus ist ein Beispiel für eine gelungene Gratwanderung zwischen Erhalten und Weiterbauen. Sie würdigt die Qualität einer auch heute noch modernen Architektur, die in den vergangenen Jahrzehnten oft missverstanden wurde. Das Erhalten und Aufwerten vorhandener Bausubstanz ist ein wichtiger Beitrag zu einer ressourcenschonenden Bauweise. Die Anerkennung gilt deshalb sowohl der rücksichtsvollen und fachmännischen Sanierung, als auch den ursprünglichen Verfassern dieses Bauwerks, das in seiner Substanz auch heute noch zu überzeugen vermag.

Auditorium Weichenbauhalle, Bern

Projektpartner

Bauherrschaft:       Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, Amt für Grundstücke und Gebäude, Bern
Architekten:       Giuliani.Hönger Architekten ETH BSA SIA, Zürich
Ingenieure:       Dr. Schwartz Consulting AG, Zug
Stahlbau:       Paul Gysin Stahl- und Apparatebau AG, Böckten; Preiswerk + Esser AG, Pratteln
Fertigstellung:       2010
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Die Weichenbauhalle wurde 1914 von der Firma vonRoll erbaut und diente während mehrerer Jahrzehnte der Herstellung von Weichen für Bahngleise. Sie bildet das Zentrum des Industrieareals vonRoll in Bern, das in den kommenden Jahren schrittweise zu einem Campus für Humanwissenschaften transformiert wird.

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Als Herzstück der Anlage wurde die Weichebauhalle zu einem Hörsaalgebäude mit 7 Sälen und insgesamt 1‘500 Plätzen umfunktioniert. Der Umbau war mit denkmalpflegerischen Auflagen zu realisieren, so dass die ursprüngliche Stahlkonstruktion integral erhalten blieb. In die Halle wurden zwei Hörsaal-Körper nach dem Prinzip „Haus im Haus“ eingebaut, so dass die filigrane Stahlfassade der Halle erhalten blieb und die Zwischenzonen für Foyer und Erschliessung dienen. Das Gebäude erfüllt so den Energiestandard Minergie ECO.

Verschiedene Durchblicke und Raumbeziehungen machen die Dimensionen des ursprünglichen Hallenraumes spürbar. Das historische Fassaden- und Dachtragwerk in Stahl ist äusserst filigran konstruiert, hingegen sind die Stützen im Inneren auf den Transport der Gussgeleise ausgelegt und deutlich massiver ausgebildet, so dass sie statisch auch für die neuen Hörsäle in Holzbauweise gebraucht werden können. Die Dachbinder wurden durch neue Profile verstärkt und im Hörsaal zwei Stützen durch eine Unterspannung des Trägers ersetzt. Sämtliche Verstärkungen wurden geklemmt, sodass ein vollständiger Rückbau denkbar wäre. Die Filigranität der bestehenden Konstruktion prägt auch heute das Gesamtbild.

Gewürdigt wird der sorgfältige Umgang mit dem bestehenden Stahltragwerk des Gebäudes und seine Aufwertung als gestalterisches Raumelement. Das Projekt zeigt, dass ein Stahlbau im Laufe der Zeit diverse Nutzungen zulässt und auch für hohe Raumansprüche nichts von seiner praktischen und ästhetischen Qualität einbüsst. Der Umbau verdient deshalb eine Anerkennung des Schweizer Stahlbaupreises.

Gleisbogenbrücke, Zürich West

Projektpartner

Bauherrschaft:       Tiefbauamt der Stadt Zürich
Architekten:       huggenbergerfries Architekten AG, Zürich
Ingenieure:       Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
Stahlbau:       Baltensperger AG, Höri
Fertigstellung:       2010
Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Gabriel Baumann) für die Pressearbeit im Zusammenhang mit dem Prix Acier verwendet werden.

Das Stadtgebiet von Zürich-West mausert sich vom Industriequartier zur urbanen City mit markanten Gebäuden wie dem Prime-Tower und dem Mobimo-Hochhaus. In der Horizontalen prägt nun eine sanfte Bogenbrücke das Strassen- und Stadtbild. Die Fussgänger- und Velo-Passerelle mit ihrer schwungvollen Fahrbahn bildet eine Torsituation zur Stadt hin und wird so zur einem erfahrbaren städtebaulichen Markstein an einem schwer befahrenen Verkehrsknotenpunkt.

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Die Brücke ist Teil eines grünen Weges entlang dem ehemaligen Bahngleis, der als Erholungsraum für das neue Wohnquartier Pfingstweid in einem grosszügigen Bogen bis zum Bahnhof führt. Die Farbe Rot zieht den Faden – sie ist auf der Innenseite der Rampen- und Brückenbrüstung, auf der Unterseite der Brücke und als Belag für die anschliessenden Wege sichtbar. Die Passerelle besteht aus zwei aufsteigenden Rampen und einer Brücke aus zwei gegeneinander geneigten Bögen mit abgehängter Fahrbahn, welche auf einer Höhe von 5 Metern 57 Meter ohne Zwischenabstützung überspannt. Die Seiten des Brückenbogens verbreitern sich an den Fusspunkten, so dass hier beidseitig Treppenabgänge eingepasst werden konnten. Das gesamte Bauwerk und die Treppenläufe besteht aus Stahl.

Die Brücke erinnert in ihrer expressiven Ausprägung an den Entwurf von Leonardo da Vinci für die Brücke am Bosporus. Obwohl diese formale Analogie vermessen scheinen mag, wirkt der sanfte und einprägsame Schwung über einen dicht befahrene Autobahnzubringer städtebaulich wohltuend klärend und angemessen. Das Bauwerk zeugt von der starken räumlichen Wirkung von Hohlkastenkonstruktionen in Stahl. Eine Anerkennung verdient insbesondere die konsequente konstruktive Umsetzung bis hin zu den Rampen und Treppenaufgängen in Stahl und die sorgfältige Detaillierung. Das Projekt verdeutlicht das Potenzial des Materials für städtebaulich prägnante Eingriffe.

Passerelle Pratocarasso – Galbisio, Bellinzona

Projektpartner

Bauherrschaft:       Città di Bellinzona, Servizi Urbani Comunali, Bellinzona
Architekten:       Ambrosetti Mozzetti Siano Architetti, Bellinzona
Ingenieure:       Spataro Petoud Partner SA, Bellinzona
Stahlbau:       Officine Ghidoni SA – Ferriere Cattaneo SA, Riazzino
Fertigstellung:       2010
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Die Passerelle über den Fluss Ticino verbindet zwei städtische Quartiere von Bellinzona, Galbisio und Pratocarasso. Die neue Verbindung dient der besseren Erschliessung von neuen Wohngebieten und Schulen im Norden der Stadt, der Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs und der Aufwertung der Flusslandschaft als Erholungsgebiet.

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Als klares, lineares Verbindungselement zwischen den beiden Hochwasserschutzdämmen des Ticino strahlt die Brücke Urbanität aus, nimmt aber in ihrer Ausrichtung auch Bezug zur Landschaft und den wetterbedingten Verhältnissen wie dem starken Nordwind. Ein einziger einfacher Balken überspannt das breite Flussbett. Durch die Signalfarbe Rot verschwimmt die Massstäblichkeit und die Brücke wirkt, als sei ein Mikado-Stab nach dem Spiel der Bergriesen zufällig hier liegen geblieben. Der Hauptträger mit einer Länge von rund 160 Metern ist als stehender, geschlossener Kasten ausgebildet. In Querrichtung kragt einseitig die Fahrbahn aus, begrenzt durch eine weich geformte Brüstung. Der Weg ist dadurch vor dem starken Nordwind geschützt und öffnet den Blick nach Süden in die Kieslandschaft. Auch nachts ist durch eine LED-Beleuchtung für eine effektvolle Wirkung der Flussüberquerung gesorgt.

Die asymmetrische Komposition erinnert an ein Werk von Mondrian – die radikale Linearität des Balkens wird durch die schlichten, insbesondere im Auflagerpunkt auf ein Minimum reduzierten Zwischenabstützungen noch unterstrichen. Was im ersten Moment als „Strich in der Landschaft“ wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als differenzierter, kunstvoll minimalistischer Eingriff von radikaler Einfachheit. Dass dies mit Stahl gelingt, verdient eine Anerkennung.

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Wanderausstellung Prix Acier 2011

Die Ausstellung präsentierte die drei Siegerprojekte, die acht Projekte mit einer Anerkennung sowie das Projekt des European Steel Design Award 2011 in einer spannenden räumlichen Inszenierung.

Auf 12 grossen, volumenhaltigen Stelen aus unbehandeltem Stahlblech wurden die Projekte dokumentiert. Ein auf dem Boden liegender Gitterrost, ebenfalls aus unbehandeltem Stahl, fasste die einzelnen Stelen räumlich zu einem Ganzen und war bei der Besichtigung physisch erfahrbar. Detaillierte Pläne und Erklärungen veranschaulichten die konstruktiven und ästhetischen Aspekte der Bauwerke sowie die Stahlbaukompetenz der beteiligten Firmen. Grossformatige Ausschnitte der einzelnen Objekte dienten als Blickfang für die Besucher und rückten das Material Stahl ins Zentrum.

Die Eröffnung der Wanderausstellung erfolgte anlässlich der Preisverleihung am 15. September 2011 an der ETH Zürich Hönggerberg. Danach war die Ausstellung auf Tournée und nach der Swissbau an verschiedenen Schweizer Hochschulen zu sehen.

Eine in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Zürich, Departement für Architektur konzipierte und gebaute Wanderausstellung des Stahlbau Zentrums Schweiz

Photos: Heidi Arens

European Steel Design Award

Die Jury nominierte ein weiteres Projekt für den “European Steel Design Award”, den die Europäische Konvention für Stahlbau (EKS) alle 2 Jahre pro Land vergibt. Der European Steel Design Award 2011 wurde für die Schweiz dem Schulhaus Leuschenbach, Zürich, zugesprochen, nachdem das Projekt 2009 bereits mit dem Prix Acier ausgezeichnet wurde.

 

Preisträger 2011: Schulhaus Leuschenbach, Zürich

Projektpartner

Bauherrschaft:       Stadt Zürich, Immobilienbewirtschaftung und Schul- und Sportdepartement, vertreten durch Amt für Hochbauten
Architekt:       Christian Kerez, Zürich in Zusammenarbeit mit BGS & Partner Architekten AG, Rapperswil
Ingenieure:       Dr. Schwartz Consulting AG, Zug in Zusammenarbeit mit dsp Ingenieure & Planer AG, Greifensee
Stahlbau:       Zwahlen & Mayr SA, Glattbrugg
Fertigstellung:       2009
Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Dario Pfammatter, Architekturbüro Christian Kerez) für die Pressearbeit verwendet werden.

Das Schulhaus Leutschenbach gehört zu den ambitioniertesten Stahlbauten der Schweiz. Sowohl als Typologie für eine Schule als auch in seiner ungewöhnlichen Tragstruktur ist es ein Experiment. Der Bau steht auf der grünen Wiese in einem ehemaligen Industriequartier von Zürich und soll dem neuen, geplanten Stadtteil zu einem selbstbewussten, urbanen Gesicht verhelfen.

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Die Nutzungen sind in einer möglichst kleinen Grundrissfläche zu einem 33 Meter hohen Haus gestapelt – zuoberst thront eine Dreifachturnhalle. Damit bleibt die umliegende Grünanlage möglichst unberührt, was durch die Aufhebung der optischen Grenzen zwischen Erdgeschoss und Aussenraum thematisiert wurde.

Das Tragwerk besteht aus einem System von aufeinandergestellten und abgehängten Fachwerken. Zwei 3-Geschosshohe Fachwerkverbände lagern auf insgesamt 6 dreibeinigen, raumhohen Stützen im Erdgeschoss und tragen zwei Fachwerkverbände in Gegenrichtung, auf welchen einerseits die Turnhalle ruht und andererseits die darunterliegenden Geschosse aufgehängt sind. Damit wirken das Erdgeschoss und das vierte Obergeschoss von aussen stützenfrei. Nur eine fugenlose Glashaut trennt die Räume vom Aussenraum ab. So gibt es im ganzen Schulhaus keine massiven Wände. Die Geschossdecken sind allerdings in Beton ausgeführt und nehmen sämtliche Installationen auf, was zur haustechnischen und statischen Herausforderung wurde.

Die gesamte Tragstruktur bleibt überall sicht- und erlebbar, der Verlauf der Kräfte wird deutlich offengelegt. Die Stärke dieses Beitrages liegt im innovativen Ansatz der Stapelung von unterschiedlichen Nutzungseinheiten und damit verbunden im anspruchsvollen Umgang mit der Gebäudestatik. Form und Tragwerk bilden eine Einheit, wobei der Aufwand in Konstruktion und Ausführung eher im Sinne eines Experimentes zu sehen ist. Die Jury zeichnet diesen Bau aufgrund seines expressiven und ausserodentlichen Charakters mit dem Prix Acier 2009 aus.

Ein Gemeinschaftsprojekt von SZS und

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