Die Tragwiderstände aller in der Schweiz üblichen Stahlprofile sind in den SZS-Publikationen "Konstruktionstabellen C5/05" und "Bemessungstafeln C4/06" direkt tabelliert oder lassen sich (für Spezialfälle und andere Stahlsorten) rasch und einfach daraus herleiten. Im übrigen gilt die Norm SIA 263 "Stahlbau". Die Anwendung dieser Unterlagen erfordert Grundkenntnisse in Statik und Stahlbaubemessung.

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Aus Gründen der Gewährleistung kann die SZS-Geschäftsstelle keine statischen Bemessungen am Telefon erstellen. Mit Hilfe der SZS-Publikationen "Konstruktionstabellen C5/05" und "Bemessungstafeln C4/06" sowie einigen statischen Kenntnissen lassen sich Bauteile aber rasch und einfach bemessen.
Konzeptionelle Anfragen sind über die  SZS-Bauberatung möglich. Im übrigen gilt die Norm SIA 263 "Stahlbau".

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Folgende SZS-Tabellenwerke sind Hilfsmittel zur raschen Bemessung von üblichen Konstruktionen:
      • "Konstruktionstabellen C5/05"
      • "Bemessungstafeln C4/06"
      • "Stahlbaupraxis: Stirnplattenverbindungen, Trägeranschlüsse mit Doppelwinkeln, rippenlose Trägerauflager, C9.1"
      • "Verbundträger im Hochbau. Theorie, Beispiele, Tabellen , A3"

Im übrigen gilt die Norm SIA 263 "Stahlbau". Für Spezialprobleme sei auf die reichlich vorhandene Literatur über Stahlbau-Statik verwiesen (z.B. Hirt, Bez, Nussbaumer: Stahlbau; Petersen: Stahlbau); der Beizug eines Stahlbauspezialisten ist empfohlen. Vielfach ist es sinnvoll, bei Spezialproblemen konstruktiv Abhilfe zu schaffen, z.B. die HEB-Torsion vermeiden durch zentrische Lasteinleitung, durch Wahl eines torsionssteifen Hohlprofils (HEB zum Kasten schliessen) oder durch Ableitung des Torsionsmoments in eine aufliegende Decke oder in seitlich anschliessende Sekundärträger.

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Grundsätzlich ist kein Kippnachweis nötig, wenn der Druckgurt durch die Überkonstruktion kontinuierlich seitlich gehalten ist, oder wenn bei punktueller Halterung die Bedingungen gemäss Norm SIA 263 "Stahlbau", Tabelle 6 erfüllt sind.

Der Kippnachweis ist in der SZS-Publikation "Bemessungstafeln C4/06" detailliert erläutert und für Fälle mit gebundener Drehachse ergänzt, so dass mit den Tabellen für alle baupraktischen Konstruktionen konservative Kippwiderstände hergeleitet werden können. Die M-N-Interaktion richtet sich nach Norm SIA 263 "Stahlbau" (Tabelle 6, Ziffern 4.5.3 und 5.1.7.2).

Hohlprofile RRW und RRK mit geschlossenem Querschnitt sind genügend torsionssteif, so dass kein Kippnachweis erforderlich ist. (Literaturhinweis: Hirt, Bez, Nussbaumer: Stahlbau; Petersen: Stahlbau)

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Spundwandprofile sind in den SZS-Tabellenwerken nicht erfasst. Grundsätzlich gilt auch hier die Norm SIA 263 "Stahlbau". Spezifische Angaben enthalten die Norm EN 1993-5 "Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten - Pfähle und Spundwände" und die einschlägigen Merkblätter des Stahl-Informations-Zentrums.

Belagbleche aus Stahl und Leichtmetall sind in der SZS-Publikation "Konstruktionstabellen C5/05" Seite 67 dargestellt. Belagbleche können grundsätzlich wie Platten mit den entsprechenden Lagerungsbedingungen der Ränder berechnet werden (siehe Normen des Stahlwasserbaus). Je nach Lagerungsbedingungen sind mehrachsige Spannungsnachweise zu führen.

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Für die Bemessung des Klebeverbunds sind diverse Kriterien zu beachten, siehe die einschlägige Fachliteratur. Als Klebstoff kommt z.B. Avenit in Frage.

Ein besonderes Problem stellt sich beim Feuerwiderstand: Weil die Klebemörtel schon bei Temperaturen über ca. 70 °C versagen, ist eine adäquate Feuerwiderstandsdauer nur mit extrem dicken Verkleidungen zu erreichen, so dass in der Regel der Lastfall Brand ohne Verbundwirkung nachgewiesen wird.