FAQs Brandschutz | Nachweise

  • die Normen SIA 260 ff. und die Brandschutzvorschriften VKF sowie fallweise die Eurocodes
  • die SZS-Publikation "steeltec 02:2015 Brandschutz im Stahlbau" beschreibt die Nachweisverfahren für ungeschütze und bekleidete Stahlbauteile detailliert und dient als Berechnungsgrundlage
  • für Verbundkonstruktionen die SZS-Publikation "Verbundbau Bemessungstafel C1/12"
  • für dämmschichtbildende Beschichtungen die SZS-Publikation "Dämmschichtbildende Brandschutzsysteme C2.5:2015"

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  • siehe CD zur vergriffenen SZS-Publikation "Kursdokumentation Brandschutz im Stahlbau, C10" (C10.1)
  • Arcelormittal

Im Brandfall können Stützen, je nach konstruktiven Gegebenheiten, in den kalten Bereichen der Nachbargeschosse eingespannt sein (Durchlaufstützen, biegesteif angeschlossene Stahlpilze, bei Endplatten eher fraglich). Durch die kleinere Knicklänge reduziert sich die Ausnutzung im Brandfall.

Vollstahlstützen können je nach Ausnutzung ungeschützt bleiben: für R30 ab ca. RND/VKT 110, für R60 ab ca. RND/VKT 380 - da kann sich auch eine Überdimensionierung lohnen.
Stützen im Freien können, nach Absprache mit der Brandschutzbehörde, für geringere Feuerwiderstandsdauer bemessen, durch die Fassade abgeschirmt, gebäudeseitig verkleidet oder mit speziellen Aussenbrandkurven (siehe SZS-Publikation "steeltec 02:2015 Brandschutz im Stahlbau" S. 34/35) betrachtet werden.

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Der Nachweis als ungeschützt bleibender Slim-Floor-Träger ist am wirtschaftlichsten, allenfalls ist eine Zusatzbewehrung über dem Unterflansch nötig.
Näherungsweise ist auch ein Nachweis als Kammerbetonträger gemäss Norm SIA 264/1 "Stahl-Beton-Verbundbau - Ergänzende Festlegungen" möglich.


Falls der Unterflansch geschützt wird (Brandschutzbeschichtung oder -bekleidung), erfolgt der Nachweis konventionell, mit dem Profilfaktor entsprechend der tatsächlichen Geometrie. Am einfachsten erfolgt den Nachweis mit Hilfe der SZS-Publikation "Verbundbau Bemessungstafel C1/12".

Details siehe: SZS-Publikation "steeltec 02:2015 Brandschutz im Stahlbau"

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Bei Systemunterdecken wird der Feuerwiderstand gemäss Brandschutzregister nachgewiesen.


Bei anderen Unterdecken erfolgt der Nachweis gemäss SZS-Publikation "steeltec 02:2015" (Materialeigenschaften gemäss Abb. 50, Profilfaktor näherungsweise für dreiseitige kastenförmige Verkleidung).

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Wenn sich der Klebstoff auf ca. 70°C erwärmt, wird er weich, so dass seine Tragwirkung verloren geht. Die Tragsicherheit im Brandfall muss meist ohne Klebeverbund nachgewiesen werden, denn Verkleidungen, welche die kritische Klebertemperatur unter 70°C halten, würden viel zu dick.