FAQ
- 1. Wie gross ist die Biegefestigkeit oder die Knickfestigkeit von Stahlprofilen?
- 2. Welches Stahlprofil ist statisch erforderlich für eine konkrete Aufgabe (z.B. Innenhofüberdachung mit 8 Meter Spannweite)?
- 3. Mit welchen SZS-Tabellenwerken lassen sich statische Spezialprobleme lösen, z.B. Torsion eines HEB-Trägers?
- 4. Wie soll der Kippnachweis erfolgen in Fällen, die in den Kipptabellen von C4/06 nicht enthalten sind (z.B. für andere Momentenverläufe, bei Kippbehinderung durch Sekundärkonstruktion, für Hohlprofile)?
- 5. Wie werden Spundwandprofile berechnet?
- 6. Wie werden Belagbleche bemessen?
- 7. Wie werden Stahlträger oder Stahlbleche im Klebeverbund mit Beton nachgewiesen?
1. Wie gross ist die Biegefestigkeit oder die Knickfestigkeit von Stahlprofilen?
2. Welches Stahlprofil ist statisch erforderlich für eine konkrete Aufgabe (z.B. Innenhofüberdachung mit 8 Meter Spannweite)?
Aus Gründen der Gewährleistung kann die SZS-Geschäftsstelle keine statischen Bemessungen am Telefon erstellen. Mit Hilfe der SZS-Publikationen "Konstruktionstabellen C5/05" und "Bemessungstafeln C4/06" sowie einigen statischen Kenntnissen lassen sich Bauteile aber rasch und einfach bemessen. Konzeptionelle Anfragen sind über die SZS-Bauberatung möglich. Im übrigen gilt die Norm SIA 263 "Stahlbau".
3. Mit welchen SZS-Tabellenwerken lassen sich statische Spezialprobleme lösen, z.B. Torsion eines HEB-Trägers?
Folgende SZS-Tabellenwerke sind Hilfsmittel zur raschen Bemessung von üblichen Konstruktionen:
- "Konstruktionstabellen C5/05"
- "Bemessungstafeln C4/06"
- "Stahlbaupraxis: Stirnplattenverbindungen, Trägeranschlüsse mit Doppelwinkeln, rippenlose Trägerauflager, C9.1"
- "Verbundträger im Hochbau. Theorie, Beispiele, Tabellen , A3"
Im übrigen gilt die Norm SIA 263 "Stahlbau". Für Spezialprobleme sei auf die reichlich vorhandene Literatur über Stahlbau-Statik verwiesen (z.B. Hirt, Bez, Nussbaumer: Stahlbau; Petersen: Stahlbau); der Beizug eines Stahlbauspezialisten ist empfohlen. Vielfach ist es sinnvoll, bei Spezialproblemen konstruktiv Abhilfe zu schaffen, z.B. die HEB-Torsion vermeiden durch zentrische Lasteinleitung, durch Wahl eines torsionssteifen Hohlprofils (HEB zum Kasten schliessen) oder durch Ableitung des Torsionsmoments in eine aufliegende Decke oder in seitlich anschliessende Sekundärträger.
4. Wie soll der Kippnachweis erfolgen in Fällen, die in den Kipptabellen von C4/06 nicht enthalten sind (z.B. für andere Momentenverläufe, bei Kippbehinderung durch Sekundärkonstruktion, für Hohlprofile)?
Grundsätzlich ist kein Kippnachweis nötig, wenn der Druckgurt durch die Überkonstruktion kontinuierlich seitlich gehalten ist, oder wenn bei punktueller Halterung die Bedingungen gemäss Norm SIA 263 "Stahlbau", Tabelle 6 erfüllt sind.
Der Kippnachweis ist in der SZS-Publikation "Bemessungstafeln C4/06" detailliert erläutert und für Fälle mit gebundener Drehachse ergänzt, so dass mit den Tabellen für alle baupraktischen Konstruktionen konservative Kippwiderstände hergeleitet werden können. Die M-N-Interaktion richtet sich nach Norm SIA 263 "Stahlbau" (Tabelle 6, Ziffern 4.5.3 und 5.1.7.2).
Hohlprofile RRW und RRK mit geschlossenem Querschnitt sind genügend torsionssteif, so dass kein Kippnachweis erforderlich ist. (Literaturhinweis: Hirt, Bez, Nussbaumer: Stahlbau; Petersen: Stahlbau)
5. Wie werden Spundwandprofile berechnet?
Spundwandprofile sind in den SZS-Tabellenwerken nicht erfasst. Grundsätzlich gilt auch hier die Norm SIA 263 "Stahlbau". Spezifische Angaben enthalten die Norm EN 1993-5 "Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten - Pfähle und Spundwände" und die einschlägigen Merkblätter des Stahl-Informations-Zentrums.








