ECCS Steel Design Awards

Alle zwei Jahre verleiht die Europäische Konvention für Stahlbau EKS die Steel Design Awards. Diese Auszeichnung wird pro Land für ein herausragendes Beispiel in Architektur oder Ingenieurbau verliehen. Im Vordergrund stehen der kreative und wirtschaftliche Umgang mit dem Material Stahl, technische Innovation und konstruktive Virtuosität.


Insgesamt sind 23 europäische Länder in der EKS vertreten. Die Schweiz nominiert jeweils ein Projekt.


Eingereichte Projekte werden automatisch für die Jurierung des Prix Acier berücksichtigt (siehe Info Prix Acier).


Prix Acier 2014
Der renommierte Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier wird per Anfang 2014 verliehen. Die öffentliche Ausschreibung erfolgt im Januar 2014. Projekte, welche bereits für den European Award eingereicht wurden, werden automatisch auch für den Prix Acier 2014 berücksichtigt.


Ausschreibung und Anmeldeformular als zum Herunterladen.


European Steel Design Awards 2013 - Hans Wilsdorf-Brücke, Genf

 

Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Steeldoc 01/13-Mauren Brodbeck) für die Pressearbeit verwendet werden.


Die 85,40 Meter lange Brücke ist eine Neuinterpretation der traditionellen Balkenbrücke und überspannt die Arve in einem kaum wahrnehmbaren, leichten Bogen ohne Zwischenabstützungen. Ihre architektonische und strukturelle Form ist das Resultat einer ausgefeilten Suche nach kunstvoller Zufälligkeit und wirtschaftlicher Ausführbarkeit des Stahlbaus.

Durch die röhrenförmige Tragstruktur mit einer Höhe von 8,50 Metern verläuft die Fahrbahn aus vorgespanntem Beton. Die elliptische Rohrform wird gebildet aus ineinander verschlungenen, elliptisch verlaufenden Hohlkastenprofilen. Die gesamte Tragstruktur setzt sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen: drei längsverlaufenden unteren Kastenprofilen, zwei Eingangsportalen, zwei oberen Längsträgern, zwei Hauptbögen, den ellipsenförmigen Ringen sowie drei linearen Umhüllungsbögen, welche diagonal über die ganze Struktur verlaufen.

Projektpartner  
Bauherrschaft   Fondation Hans Wilsdorf
Architekten atelier d’architecture Brodbeck-Roulet sa, Carouge GE
Ingenieure amsler bombeli et associés sa, Chêne-Bougeries GE
Stahlbau Zwahlen & Mayr SA, Aigle VD
Fertigstellung 2012


 

European Steel Design Awards 2011 - Schulhaus Leutschenbach, Zürich

Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Dario Pfammatter, Architekturbüro Christian Kerez) für die Pressearbeit verwendet werden.


Das Schulhaus Leutschenbach gehört zu den ambitioniertesten Stahlbauten der Schweiz. Sowohl als Typologie Das Schulhaus Leutschenbach gehört zu den ambitioniertesten Stahlbauten der Schweiz. Sowohl als Typologie für eine Schule als auch in seiner ungewöhnlichen Tragstruktur ist es ein Experiment. Der Bau steht auf der grünen Wiese in einem ehemaligen Industriequartier von Zürich und soll dem neuen, geplanten Stadtteil zu einem selbstbewussten, urbanen Gesicht verhelfen. Die Nutzungen sind in einer möglichst kleinen Grundrissfläche zu einem 33 Meter hohen Haus gestapelt - zuoberst thront eine Dreifachturnhalle. Damit bleibt die umliegende Grünanlage möglichst unberührt, was durch die Aufhebung der optischen Grenzen zwischen Erdgeschoss und Aussenraum thematisiert wurde.

Das Tragwerk besteht aus einem System von aufeinandergestellten und abgehängten Fachwerken. Zwei 3-Geschosshohe Fachwerkverbände lagern auf insgesamt 6 dreibeinigen, raumhohen Stützen im Erdgeschoss und tragen zwei Fachwerkverbände in Gegenrichtung, auf welchen einerseits die Turnhalle ruht und andererseits die darunterliegenden Geschosse aufgehängt sind. Damit wirken das Erdgeschoss und das vierte Obergeschoss von aussen stützenfrei. Nur eine fugenlose Glashaut trennt die Räume vom Aussenraum ab. So gibt es im ganzen Schulhaus keine massiven Wände. Die Geschossdecken sind allerdings in Beton ausgeführt und nehmen sämtliche Installationen auf, was zur haustechnischen und statischen Herausforderung wurde.

Die gesamte Tragstruktur bleibt überall sicht- und erlebbar, der Verlauf der Kräfte wird deutlich offengelegt. Die Stärke dieses Beitrages liegt im innovativen Ansatz der Stapelung von unterschiedlichen Nutzungseinheiten und damit verbunden im anspruchsvollen Umgang mit der Gebäudestatik. Form und Tragwerk bilden eine Einheit, wobei der Aufwand in Konstruktion und Ausführung eher im Sinne eines Experimentes zu sehen ist. Die Jury zeichnet diesen Bau aufgrund seines expressiven und ausserodentlichen Charakters mit dem Prix Acier 2009 aus. Auch der European Steel Design Award 2011 wurde für die Schweiz dem Schulhaus in Zürich-Nord zugesprochen.

Projektpartner  
Bauherrschaft   Stadt Zürich, Immobilienbewirtschaftung und Schul- und Sportdepartement, vertreten durch Amt für Hochbauten
Architekten Christian Kerez, Zürich in Zusammenarbeit mit
BGS & Partner Architekten AG, Rapperswil
Ingenieure Dr. Schwartz Consulting AG, Zug in Zusammenarbeit mit
dsp Ingenieure & Planer AG, Greifensee
Stahlbau Zwahlen & Mayr SA, Glattbrugg
Fertigstellung 2009


 

European Steel Design Award 2009 - Stadion Letzigrund, Zürich

Durch Anklicken können die Bilder honorarfrei heruntergeladen und unter Angabe des Copyrights (Foto: Yves André, Zürich) für die Pressearbeit verwendet werden.


Das Stadion Letzigrund ist der grösste Schweizer Stahlbau des Jahres 2007. Das Besondere der Architektur ist ein begehbarer Umgang, der von einem leicht geknickten und geneigten Stahldach auf tanzenden Stützen überdacht wird. Dieser Umgang wird zur Promenade, die sowohl den offenen Stadionraum als auch die Stadt erfahren lässt. Das ovale Dach mit einer Fläche von 22'000 m2 besteht aus 32 Vollwandbindern aus geschweissten Blechen, die je von einer Druck- und einer Zugstütze getragen werden und bis zu 34 Metern auskragen. Die tanzenden Stützen aus Cortenstahl sind unten eingespannt und verjüngen sich nach oben. Die anspruchvolle Berechnung und Ausführung der komplexen Dachform erforderte von allen Beteiligten ein Höchstmass an Kreativität und Präzision, welche zudem unter starkem Kosten- und Termindruck geleistet wurden. Das Stadion zeugt von einer poetischen, als städtischer Raum erfahrbaren Sportarchitektur und von der Effizienz und Professionalität der Ausführung

Projektpartner  
Bauherrschaft   Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Totalunternehmer Implenia Generalunternehmung AG, Dietlikon
Architekten Bétrix & Consolascio mit Eric Maier, Erlenbach
Frei & Ehrensperger, Zürich
Ingenieure Walt + Galmarini, Zürich
Stahlbau ARGE Baltensperger AG, Höri und
H. Wetter AG, Stetten
Fertigstellung 2007


 

European Steel Design Award 2007 - Zentrum Paul Klee, Bern



Das Copyright dieses Fotos liegt beim Fotografen, nicht beim SZS. Wenn Sie dieses Bild verwenden möchten, wenden Sie sich bitte direkt an den Fotografen.
Hans Ege Luzern, Telefon +41 41 390 26 44, http://www.artege.ch/

 

Das Zentrum Paul Klee wurde von der Europäischen Konvention für Stahlbau mit dem European Steel Design Award 2007 ausgezeichnet.

Die Europäische Jury würdigte die klare Formensprache, welche konstruktiv und handwerklich virtuos umgesetzt wurde. Das Projekt zeige auf exemplarische Weise das Potenzial des Stahlbaus für individuelle und komplexe Tragwerke mit grossen Spannweiten auf und sei ein Manifest hochstehender Schweizer Stahlbaukompetenz. Ausgezeichnet wurde sowohl die Tragstruktur wie auch die Fassadenkonstruktion.

Ort Bern, Monument im Fruchtland
Bauherrschaft Maurice E. und Martha Müller Foundation
Architekt Renzo Piano Building Workshop, Paris
Ingenieur Ove Arup & Partners Ltd, London
Stahlbau Zwahlen & Mayr SA, Aigle
Fassadenbau Tuchschmid AG, Frauenfeld
Baujahr 2005

 

 


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