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Das neue Business Center des Pharmakonzerns Actelion in Allschwil ist ein Prestigebau der Architekten Herzog & de Meuron. Anlässlich der Baustellenführung des SZS vom 5. Mai konnten sowohl die komplexe Tragstruktur im Rohbau als auch der fertige Ausbau besichtigt werden. Das Bauwerk soll Ende 2010 bezugsbereit sein.
In Vertretung der Direktorin des SZS begrüsste Johannes Herold (Architektur und Medien, SZS) mehr als 50 Ingenieure, Architekten und Stahlbauer, die sich zur kurzen Einführung im Vortragssaal der Gastgeber versammelten. Nach einem Grusswort von Angelika Rose-Hüll, Verantwortliche für Kommunikation Actelion Pharmaceuticals, erläuterte Andreas Gaiser, Leiter Facility Management Actelion Pharmaceuticals, die Rahmenbedingungen des Projektes. Darauf führte Michael Fischer, Partner im Büro Herzog & de Meuron, in den Entwurfsprozess sowie in die Architektur dieses besonderen Gebäudes ein. Über spannende Details zu Stahlkonstruktion und Bauablauf referierte Hansueli Küng, Projektleiter WGG Schnetzer Puskas Ingenieure.

Während der Führung durch die Baustelle mit ihren verschiedenen Phasen der Fertigstellung profitierten die Teilnehmenden von diesem Hintergrundwissen. Das künftige Business Center von Actelion in Allschwil wird mit seiner Eröffnung Ende 2010 als Bürogebäude wesentliche Geschäftsfunktionen wie Marketing, Business Development, IT und Kommunikation beherbergen. Das fünfstöckige Gebäude besteht aus übereinander angeordneten Baukörpern: Jeweils fünf bis sieben prismatische Körper bilden im Grundriss je ein Geschoss. Jede Geschossebene hat ihr eigenes Trägerlayout und liegt nicht deckungsgleich über dem darunter liegenden Geschoss. Der Bauablauf folgt einer komplexen Choreographie, die durch das Fortschreiten der Fassadenverglasung vorgegeben wird. Die Innenausbauten sind bereits in den mittleren Stockwerken angelangt. Im 1. und 2. Geschoss sind jedoch die Stahlprofile noch sichtbar.
  
Beim anschliesenden Apéro drehten sich die Diskussionen u.a. um Themen wie die Nachhaltigkeit derartiger Architekturen, den Zwang, diese reizvolle Stahlkonstruktion aus brandschutztechnischen Gründen komplett verkleiden zu müssen bis hin zu Mutmassungen, warum keine schweizerische Stahlbaufirma zum Zuge kam.

27.05.2010
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